Die Perspektive kritisch-emanzipatorischer Berufsbildungstheorie als Widerspruchsbestimmung von Emanzipation und Herrschaft
item.page.bibb.id
184390
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
Die beiden Autoren nehmen den Verlust soziologischer Perspektiven in der berufspädagogischen Diskussion zum Ausgangspunkt, um die Frage nach dem Sinn beruflichen Handelns und von Wirtschaft im Kontext einer marktorientierten Verwertungslogik und der Digitalisierung der Arbeitswelt aufzuwerfen. Trotz der curricular geforderten Sach- und Selbstreflexion mangele es an der Suche nach Verständnis der eigenen Berufsrolle in der Gesellschaft, die Betrachtung ihrer historischen Bedingtheiten und der kritischen Reflexion der Maßstäbe für die Unterwerfung unter oder die Befreiung von diesen Bedingtheiten. Anzulegen sei eine Berufsbildungstheorie sowohl auf die Identifizierung eines beruflichen Bildungsideals als auch auf das Aufzeigen struktureller, begrifflicher und anderer Barrieren seiner Erreichung. Gegenwärtige institutionelle Rahmungen des Berufsbildungssystems wiesen mit der Kompetenzorientierung die Pflichterfüllung des jungen Menschen als pädagogischen Kern aus und vernachlässigten Selbstentfaltung und Solidarität. Die Glaubwürdigkeit einer kritisch-emanzipatorischen Berufsbildungstheorie hänge allerdings von ihrer Konkretisierung für die berufspädagogische Praxis und ihrem Bezug zu gesellschaftlichen Entwicklungen ab, wie der Nachhaltigkeits- und der Digitalisierungsthematik. Widersprüche, latente Widerstände und Gestaltungsoptionen in der Berufs- und Arbeitspraxis verlangten dementsprechend nach wissenschaftlicher Eruierung und kategorialer Fundierung. (Textauszug; BIBB-Doku)