Doppelte Ausbildung - doppelter Gewinn? : schul- und ausbildungsspezifische Determinanten des Einkommens
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Abstract
"Berufliche Wege nach der Schule führen klassisch in eine Ausbildung und daran anschließend in die Erwerbstätigkeit. Diese werden von der Arbeitsmarktforschung als zunehmend länger wahrgenommen. Ausbildungsmuster und deren Stellenwert für die Arbeitsmarktposition stehen hierbei noch am Rande der Diskussion. Deshalb richtet der Beitrag den Fokus auf Ausbildungskombinationen, die für Höherqualifikationen und Neuorientierungen unternommen werden, und hinterfragt deren Renditen für das Erwerbseinkommen. Für die Untersuchung werden humankapitaltheoretische Argumentationen sowie institutionelle und individuelle Perspektiven herangezogen. Die LifE-Studie (Lebensverläufe ins frühe Erwachsenenalter, 2002) bietet eine seltene Gelegenheit, kognitive, psychosoziale und verhaltensbezogene Merkmale des Jugendalters einzubeziehen. Im Mittelpunkt der Studie stehen folgende drei Fragen: Welche Jugendlichen durchlaufen Mehrfachausbildungen? Welche Ausbildungsgänge werden kombiniert? Haben mehrere Ausbildungsschritte eine funktion für die Arbeitsmarktintegration, indem sie sich generell oder eingeschränkt für das Einkommen im Erwachsenenalter lohnen? Zentrale Ergebnisse sind, dass primär Gymnasiasten längere Ausbildungswege beschreiten. Vor allem leistungsschwächere Abiturienten nutzen diese i.S. von Kompensationsstrategien - aber geringer gebildete Schüler, wenn ihre Eltern hohe Abschlüsse erreichen. Positiv auf das Einkommen wirken sich Doppelqualifikationen vor allem für Gering- und Mittelqualifizierte aus." (Autorenreferat, BIBB-Doku)