Integration junger Ausländer in das Bildungssystem verläuft langsamer
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Abstract
Junge Ausländer, die in Deutschland leben, haben bis Mitte der neunziger Jahre zunehmend an der schulischen, beruflichen sowie Hochschulausbildung teilgenommen und Bildungsabschlüsse erworben. In letzter Zeit verläuft diese Entwicklung in einem geringeren Tempo, in einigen Bereichen kam es sogar zu Rückschritten, vornehmlich in der Berufsausbildung. Erfasst wurden die Bildungsbeteiligung und Schulbesuchsquote nach Alter und Geschlecht, die Zahl ausländischer Jugendlicher an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, ihr Bildungsabschluss sowie die Lehrverhältnisse nach Ausbildungsbereichen und Berufen. Vor dem Hintergrund der Überalterung der einheimischen Bevölkerung wird der zu erwartende Anstieg der ausländischen Bevölkerung im Alter von 15 bis 30 Jahren als Chance bewertet. Durch ihre Integration könnte die wirtschaftliche Leistung des Landes erhalten bleiben. Die Kinder und Jugendlichen ausländischer Herkunft müssten jedoch in Schule und Berufsausbildung stärker gefördert, gleichzeitig müsste ausländischen Absolventen der Zugang zu einer qualifizierten Beschäftigung erleichtert werden. (BIBB2)