Modelle, Modelle : oder vom gemeinsamen Interesse an der Reform des dualen Ausbildungssystems
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Abstract
Das duale System der beruflichen Erstausbildung gerät immer mehr in die Kritik, weil die vermittelten beruflichen Qualifikationen und die Anforderungen der Arbeitsplätze immer weniger "passen". Entsprechend zahlreich sind die Modelle, die gegenwärtig präsentiert werden und alle zum Ziel haben, das duale System zu reformieren bzw. zu modernisieren und damit zu retten. Der Autor stellt in seinem Beitrag die drei wichtigsten Diskussionspapiere vor und beschreibt ihre Vorzüge und Schwächen: 1. "Berliner Memorandum zur Modernisierung der beruflichen Bildung", erarbeitet vom Beirat "Berufliche Bildung und Beschäftigungspolitik" der Senatsverwaltung für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen, Berlin September 1999; 2. "Ein neues Leitbild für das Bildungssystem - Elemente einer künftigen Berufsausbildung" (Diskussionspapiere Nr.2), erarbeitet vom Sachverständigenrat Bildung der Hans- Böckler- Stiftung, Düsseldorf Dezember 1998; 3. "Leitlinien Ausbildungsreform - Wege zu einer modernen Beruflichkeit", vorgelegt vom Deutschen Industrie- und Handelstag (DIHT), Bonn Mai 1999. Die grössten Chancen als Vorbild herangezogen zu werden hat dabei nach Einschätzung des Autors das "Berliner Modell", weil es statt auf radikale Reformen auf Modernisierung setzt, d.h. es will das "deutsche Berufskonzept" in seinem Wesen erhalten, also die Beruflichkeit bzw. die ganzheitlichen Ausbildungsgänge mit einer Gesamtqualifikation und Abschlussprüfung. (BIBB2)