Reflexions sur l'economie du diplome
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Abstract
"Welche wirtschaftliche Funktion kommt dem Ausbildungsabschluss (Zeugnis) auf dem Arbeitsmarkt zu? Im Rahmen der Filtertheorie stellt er ein 'Signal' der Produktivität des Arbeitnehmers dar und trägt somit zur Transparenz eines wettbewerblich ausgerichteten Arbeitsmarktes bei; im Rahmen der Segmentationstheorie wird er als eine 'Eintrittskarte' zu den verwalteten Märkten angesehen. Diese beiden Ansätze, deren Auswirkungen auf die Analyse der Ausbildungsnachfrage grundverschieden sind, haben eins gemeinsam: sie sehen die zeugnisvergebenden Institutionen als externe Elemente an, welche sich in das Arbeitsmarktgeschehen drängen. Historisch gesehen kann das Ausbildungszertifikat als eine sozial konstruierte, ausserhalb des Arbeitsmarktes liegende Form der Zugangsbeschränkung der Arbeitnehmer zu den Mitteln ihrer Lebensunterhaltsicherung angesehen werden. Betrachtet man das Zeugnis als Regulationsinstrument der durch Nutzniessung und Wiedergabe der Arbeitskraft bestimmten Beziehungen, so lässt sich eine Typologie der verschiedenen logischen Zusammenhänge zwischen Abschlussvergabe und Arbeitskraftverwaltung herstellen. Zugleich lassen sich Hypothesen über die Bestimmungsfaktoren der aktuellen Veränderungen des Zeugnisses als Ausweis auf dem Arbeitsmarkt und als Steuerungsinstrument der Ausbildungssysteme aufstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)