Zuwanderung und Digitalisierung : wie viel Migration aus Drittstaaten benötigt der deutsche Arbeitsmarkt künftig?

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Bertelsmann Stiftung

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Gütersloh

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Abstract

Deutschland hat bis 2060 einen jährlichen Einwanderungsbedarf von mindestens 260.000 Menschen, so die Ergebnisse einer Untersuchung Wissenschaftlern des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) sowie von der Hochschule Coburg im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Demnach ist zu erwarten, dass im Jahresdurchschnitt rund 114.000 Zuwanderer aus anderen EU-Staaten kommen werden und rund 146.000 Personen aber aus Drittstaaten außerhalb der EU einwandern müssten. "So wichtig Zuwanderung für die Fachkräftesicherung in Deutschland ist, so notwendig ist für ihre Akzeptanz eine ganzheitliche Strategie, die das inländische Potenzial besonders berücksichtigt und dabei insbesondere benachteiligte Gruppen wie Frauen, Mütter, Ältere, (Langzeit-)Arbeitslose, Geringqualifizierte und Menschen mit Behinderungen in den Blick nimmt. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Digitalisierung in der Arbeitswelt, die zukünftig immer bedeutsamer werden wird. Während manche plakative Szenarien einen dramatischen Rückgang von Arbeitskräften infolge der Automatisierung malen, gehen die Studienautoren davon aus, dass sich der Arbeitskräftebedarf trotz Digitalisierung zahlenmäßig zwar nur geringfügig verändert, es aber zu einer starken qualitativen Veränderung kommen wird. So werden bei einer verstärkten Digitalisierung voraussichtlich hochqualifizierte Experten stärker nachgefragt werden, während die Nachfrage nach mittleren Qualifikationen zurückgehen wird. Zu berücksichtigen seien aber auch gegenläufige Tendenzen. Denn langfristig - und bei Mitberücksichtigung der Angebotsseite - sei eher mit einer Entspannung der Engpässe bei Akademikern zu rechnen und mit einer Verschärfung bei mittleren Qualifikationen. Gründe dafür liegen darin, dass einerseits immer mehr Menschen höhere Qualifikationen erwerben und andererseits in den kommenden Jahren besonders viele Menschen mit Berufsausbildung aus dem Berufsleben ausscheiden." (Textauszug; BIBB-Doku)

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