Effektive Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen in der kaufmännischen Ausbildung : Erfordernisse, neuere Befunde und künftige Forschungsaufgaben
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Abstract
In der aktuellen Diskussion um eine effektive Gestaltung der kaufmännischen Ausbildung nehmen komplexe Lehr-Lern- Arrangements eine zentrale Stellung ein. Der Verfasser greift grundlegende Annahmen zur Konstruktion und zum Umgang mit solchen Lehr-Lern- Arrangements auf und diskutiert sie anhand zweier Studien, der sogenannten Göttinger und der Münchner Studie. Diese Studien wurden im Rahmen des Schwerpunktprogramms "Lehr-Lern-Prozesse in der kaufmännischen Erstausbildung" der Deutschen Forschungsgemeinschaft zum Einsatz von Planspielen durchgeführt. In der Erörterung des Lernerfolgs beim Einsatz komplexer Lehr- Lern-Arrangements stehen vier Hypothesen im Mittelpunkt: 1. Lernen in multiplen Kontexten ist effektiver als Lernen in uniformen Kontexten; 2. die sukzessive Steigerung der Komplexität bei der Problembearbeitung ist effektiver als Lernen bei gleichbleibend hoher, voller Komplexität; 3. eigenständiges Problemlösen ist effektiver als angeleitetes Problemlösen; 4. erfolgreiches Lösen komplexer Probleme führt zu einer Erhöhung des Selbstwertgefühls und fördert die intrinsische Motivation der Lernenden, was wiederum positive Auswirkungen auf die Effektivität des Problemlösens hat. (BIBB)