Fachkräfteengpässe in Unternehmen : Berufe mit Aufstiegsfortbildung: Zwischen Fachkräfteengpässen und Digitalisierung ; Studie
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177010
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Köln
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Abstract
Berufe, die üblicherweise einen Fortbildungsabschluss wie den Meister, Techniker oder Fachwirt voraussetzen, bieten gute Erwerbs- und Karriereperspektiven. Personen mit Fortbildungsabschluss haben derzeit das geringste Risiko, erwerbslos zu werden. Ihre Erwerbslosenquote liegt unterhalb der von Akademikern bei rund 2 Prozent. Sie sind häufiger weisungsbefugt und als Führungskräfte tätig. Aus Unternehmenssicht ist eine praxisorientierte Fortbildung einer akademischen Qualifizierung gleichwertig, auch wenn unterschiedliche Positionen besetzt werden. Im März 2016 bestanden Fachkräfteengpässe in 35 der insgesamt 102 Berufsgattungen, die einen Fortbildungsabschluss erfordern. Die meisten Engpässe waren in den Berufsfeldern "Gesundheit, Soziales und Bildung" mit zehn Berufen sowie in der "Bau- und Gebäudetechnik" mit sechs Engpassberufen zu verzeichnen. Engpässe bestehen, wenn die Zahl an Arbeitslosen nicht ausreicht, um alle offenen Stellen zu besetzen. Da nur etwa jede zweite offene Stelle bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet wird, liegt ein Engpass vor, wenn weniger als 200 Arbeitslose auf je 100 gemeldete offene Stellen kommen. In 18 Berufen, die eine Aufstiegsfortbildung erfordern, bestehen bereits seit mehreren Jahren anhaltende Fachkräfteengpässe. Fachkräfteengpässe können entschärft werden, wenn Unternehmen die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter unterstützen, ihre Rekrutierungswege ausweiten. und Digitalisierungspotenziale intensiver nutzen. (Textauszug; BIBB-Doku)