Probleme "lernfeldorientierter" Curriculumentwicklung und - implementation : eine historisch-systematische Analyse aus wirtschaftspädagogischer Sicht
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Frankfurt/Main
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Abstract
Der Verfasser vertritt die These, die Kultusministerkonferenz (KMK) habe mit ihren "Handreichungen" zum Lernfeldkonzept die Chancen für eine Modernisierung der Berufsschulcurricula und des - unterrichts verschenkt. Die Kritik der Autoren der "Handreichungen" am gegenwärtigen Zuschnitt des Unterrichts in der Berufsschule gründe auf der Annahme, dass die Defizite dieses Unterrichts auf der Entfernung von den Anforderungen der beruflichen Praxis zurückzuführen seien. Dies beruhe auf einer zu starken Verwissenschaftlichung des Unterrichts. Der Verfasser versucht, durch historische und systematische didaktische, curriculumtheoretische, schultheoretische und organisationssoziologische Argumente den Nachweis zu führen, dass diese Annahmen und die darauf fussenden curricularen Optionen und Strategien in die Irre führen. U. a. würden durch die vorgesehene Dominanz der "Handlungssystematik" über die "Fachsystematik" die Gewichte zwischen dem betrieblichen und dem schulischen Teil der Berufsausbildung verschoben. Die KMK habe mit ihrem Bestreben, Schule möglichst weitgehend und bis in die Ausformulierung der Lernfelder hinein an betriebliche Praxis und die Ausbildungsordnungen anzugleichen, auf die Chance verzichtet, eigenständige pädagogische und gesellschaftliche Ansprüche in den Rahmenlehrplänen zu verankern. (BIBB2)