Lernen am Arbeitsplatz und dessen Förderung aus Sicht von Ausbildungsbeteiligten : Ergebnisse einer Interview-Studie im Einzelhandel
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142891
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Abstract
"Obwohl die Mitarbeit im betrieblichen Leistungserstellungsprozess gegenüber schulischen Settings in der Regel den umfangreicheren Teil der beruflichen Erstausbildung darstellt, ist der Forschungsstand zum Lernen am Arbeitsplatz nach wie vor als defizitär anzusehen. Befunde zum Lernen am Arbeitsplatz aus Sicht von Auszubildenden deuten darauf hin, dass im Zuge der täglichen Betreuung gerade den ausbildenden Fachkräften eine bedeutende Rolle zukommt. Mit Blick auf Forschungsbefunde zur Handlungswirksamkeit subjektiver Theorien bei Lehrern ist anzunehmen, dass solche Sichtweisen auch für das Handeln des Ausbildungspersonals von Bedeutung sind, insbesondere da ausbildende Fachkräfte in der Regel pädagogisch ungeschult sind. Ferner beeinflussen entsprechende Sichtweisen seitens der Auszubildenden deren subjektive Wahrnehmung von Lernpotenzialen am Arbeitsplatz. In einer Teilstudie im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Lernen am Arbeitsplatz wurden 25 Konstruktinterviews zur Erfassung subjektiver Theorien von Ausbildungsbeteiligten im Einzelhandel durchgeführt und mittels qualitativer Datenanalyse ausgewertet. Befragt wurden zehn Auszubildende und deren zehn ausbildende Fachkräfte ("Paten") sowie fünf für diese "Tandems" zuständige hauptberufliche Ausbilder. Lernverständnis, Ausbildungsziele, Betreuungsqualität, Rollenverständnis, wechselseitige Erwartungen und praktische Verbesserungsvorschläge bildeten die Schwerpunkte der Interviews, deren Ergebnisse einen Einblick in das Beziehungsgefüge zwischen Auszubildenden, ausbildenden Fachkräften und hauptberuflichen Ausbildern bieten." (Autorenreferat, BIBB-Doku)