Reformbedarf in der beruflichen Bildung
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Berlin
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Abstract
Der Verfasser plädiert für eine Reform der beruflichen Bildung unter Beibehaltung des Prinzips der Beruflichkeit und des dualen Systems als Kern der Berufsbildung. Derzeit befinde sich das duale System in einer Krise, die sich durch die Faktoren Lehrstellenmangel, Bevorzugung des Gymnasiums und Modernitätsrückstand kennzeichne. Für die Zukunft sei es notwendig, statt einer Modularisierung der Berufsbildung eine Öffnung und Dynamisierung von Kernberufen in die Wege zu leiten. Die Zahl der Berufsbilder sollte auf etwa 100 Kernberufe reduziert werden, die das Modell der offenen, dynamischen Beruflichkeit verwirklichen. Die Schaffung von Kombinationsberufen, die bisher voneinander getrennte Sektoren miteinander verbinden, sei ins Auge zu fassen. Als weitere Perspektiven einer modernen Berufsbildung fordert der Verfasser die Gründung von Ausbildungspartnerschaften zwischen Betrieben sowie zwischen Betrieben und berufsbildenden Schulen, die Entwicklung der berufsbildenden Schulen zu Kompetenz- und Innovationszentren ihrer Branche, die Steigerung der Ausbildungsqualität und die Senkung der Ausbildungskosten, die Entwicklung eines optional doppeltqualifizierenden Bildungsangebots in der Kombination mit Fach- und Allgemeiner Hochschulreife, also einer Oberstufe des dualen Systems, die Professionalisierung der Berufsschullehreraus- und -weiterbildung sowie der beruflichen Weiterbildung. (BIBB2)