Zwischen Revision und Angleichung : der schwierige Spagat der Tarifpolitik in Ostdeutschland im Jahr 1993

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"Die Tarifeinkommen in den neuen Bundesländern konnten auch im vergangenen Jahr spürbar angehoben werden, aber der Prozess der Angleichung an die Westtarife hat sich deutlich verlangsamt. Die meisten Neuabschlüsse brachten 1993 Tarifsteigerungen von 9-10 vH. Im Jahr zuvor lagen sie noch mehrheitlich bei 15-20 vH. Das Tarifniveau der Grundlöhne und -Gehälter in 20 ausgewählten Tarifbereichen bewegte sich Ende 1993 zwischen 63 und 100 vH der in Westdeutschland gezahlten Tarifdienste. Die meisten Bereiche liegen zwischen 75 und 85 vH. Die grösste Steigerung des Tarifniveaus erfolgte im Bankgewerbe (+13,8 vH-Punkte) und in der Metallindustrie (+12,6). Relativ gering blieben die Niveau-Anhebungen in den Bereichen Braunkohle und Gas (+3,4 vH-Punkte), Kfz-Gewerbe (+3,2) und landwirtschaftliche Staatsgüter (+1). In 54 Tarifbereichen bestehen Stufenpläne mit einer vereinbarten schrittweisen Anhebung der Tarife auf 100 vH des Westniveaus. In einigen Branchen wurden - zum Teil nach erheblichen Auseinandersetzungen wie etwa in der Metallindustrie - Stufenabkommen zur Einkommensangleichung revidiert und zeitlich gestreckt. Dazu zählen neben der Metallindustrie auch die Feinkeramik-, die Kautschuk- und die Glasindustrie sowie die holzverarbeitende Industrie Sachsen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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