Etikettenschwindel : die Probleme des Dualen Systems sind durch formale Gleichwertigkeit nicht zu lösen
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100389
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Abstract
Das duale System der Berufsausbildung verliert an Attraktivität. Die versäumten Effekte versäumter Strukturreformen spitzen sich zu. Die Industrie sucht nach kostengünstigeren Alternativen, das Handwerk sorgt sich um qualifizierten Nachwuchs und trotz unbesetzter Ausbildungsstellen ist ein zunehmend hoher Anteil der Hauptschulabsolventen nicht mehr in das Ausbildungs- und Beschäftigungsssystem zu vermitteln. Angesichts dieser Situation plädieren die Arbeitgeber für die Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung als Mittel zur Attraktivitätssteigerung des dualen Systems. Der Verfasser hingegen sieht die einzige Alternative zum Gymnasium in der Doppelqualifizierung durch integrierte Bildungsgänge. Dazu bedarf es insbesondere der Modernisierung der Berufsschule als Partner im dualen System. Eine Perspektive wird in dem Konzept des Kollegstufenversuchs in NRW gesehen. (BIBB2)