Lernen nach der Lehre. Die ersten Berufsjahre als Qualifizierungsphase

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120487
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Bundesinstitut für Berufsbildung

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Berlin und Bonn

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Abstract

In der Studie wird die Qualifizierungsfunktion der ersten Berufsjahre nach Abschluss der Ausbildung untersucht. Es wird nachgewiesen, dass Lernen nach der Lehre an Bedeutung gewinnt. Der Nachweis erweiterter Berufserfahrung nach der Abschlussprüfung ist infolge der Engpässe auf dem Arbeitsmarkt für junge Fachkräfte, die nach der Lehre nicht vom Ausbildungsbetrieb übernommen werden oder die sich nach Zeiten von Arbeitslosigkeit, Bundeswehr oder Zivildienst wieder um einen Berufseinstieg bemühen, zu einem entscheidenden Einstellungskriterium geworden. Bei Bewerbungen zählt Berufserfahrung für manche Arbeitgeber mehr, als gute Prüfungsnoten in der Lehrabschlussprüfung. Der berufliche Wandel, bedingt durch den technologischen Wandel und den technischen Fortschritt, erzwingt die praktische Durchsetzung eines Konzepts vom "lebenslangen Lernen". Der Multiplikatoreffekt von schulischer und beruflicher Bildung -von besserer schulischer Vorbildung über anspruchsvollere Ausbildungsberufe und verstärktem Lernen in den ersten Berufsjahren zur Möglichkeit der Weiterqualifizierung- lässt eine Qualifizierungspause nicht zu. Lernen nach der Lehre -so das Studienergebnis- erhält die Bildungsbereitschaft und schafft die Grundlage für berufliche Mobilität in den späteren Berufsjahren. Die empirische Analyse stützt sich dabei auf drei Erhebungen, aus denen Sonderauswertungen vorgenommen wurden: die gemeinsame Repräsentativerhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, die Sonderauswertung der BIBB-Betriebserhebung 1987 und die Sonderauswertung der BIBB-Absolventenbefragung 1987. Die Studie "weist nach, dass "Lernen nach der Lehre" an Bedeutung gewinnt. Durch learning on the job und Weiterbildung werden die Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz junger Fachkräfte gestärkt. Die Ausprägung berufliche Handlungsfähigkeit erfolgt nicht kontinuierlich über die einzelnen Berufsjahre, sondern konzentriert sich auf die Einstiegsphase der Erwerbstätigkeit nach Beendigung der Ausbildung. Als Indiz für die gegenüber früheren Jahren gestiegene qualifikatorische Bedeutung dieser Phase ist der erhöhte Anteil von Weiterbildungsteilnehmern unter Berufsanfängern zu werten. Zugenommen hat er vor allem bei jungen Erwachsenen mit Ausbildungsabschlüssen in kaufmännisch- verwaltenden Berufen, in Berufen mit hohem Nutzungsgrad programmgesteuerter Arbeitsmittel und - darauf soll besonders hingewiesen werden - bei weiblichen Fachkräften mit abgeschlossener betrieblichen Ausbildung. Ziel der Studie ist die Beschreibung von Inhalten und Formen der Qualifizierungsprozesse in den ersten Berufsjahren in Abhängigkeit von ausbildungs-, tätigkeits-, betriebs- und personenbezogenen Merkmalen. Im Mittelpunkt stehen junge Fachkräfte, die ausbildungsadäquat eingemündet sind." (IAB2)

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