Zertifikate als innovative Dienstleistung - wie kann die Bildungspraxis den betrieblichen Anforderungen gerecht werden?
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Abstract
Die in der Berufsausbildung erworbenen Qualifikationen reichen nicht für das ganze Berufsleben; sie bilden lediglich die Grundlage für kontinuierliche Lernprozesse, die wiederum formaler wie auch nicht-formaler Natur sein können. Zertifikate der berufsbegleitenden Weiterbildung haben den Wandel der Qualifizierungsstrategien nicht mit vollzogen. Sie orientieren sich nach wie vor an traditionellen Lernformen und sind im Wesentlichen "Schulzeugnisse mit Noten" oder Auflistungen der behandelten Themen ohne Tätigkeitsbezug. Der individuell im realen Transfer in die Arbeitspraxis erworbene Qualifikationsanteil kommt bisher nicht zur Dokumentation. Vor diesem Hintergrund wurde zunächst ermittelt, welche Anforderungen Betriebe an Zertifikate stellen. Im Hinblick auf die Erhebung und kritische Analyse vorhandener Zertifizierungsinstrumente wurde ein Konzept entwickelt, das eine Kombination von Selbst- und Fremdevaluation darstellt. Das im Beitrag skizzierte Verfahren dient dazu, die Ergebnisse nicht-formaler Lernprozesse am Arbeitsplatz, die im Anschluss an organisierte Weiterbildungsangebote stattfinden, zu dokumentieren. (BIBB2)