Bildungsreform in Deutschland : eine Positionsbestimmung aus bildungsökonomischer Sicht
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19001
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Dt. Inst.-Verl.
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Köln
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Abstract
Der Faktor Humankapital beeinflusst das Niveau der Produktion sowie die langfristige Wachtumsrate des Bruttosozialprodukts. Heute zeigt sich in Deutschland eine ausgeprägte Wachstumsschwäche wegen fehlender Bildungsexpansion, also einer stagnierenden durchschnittlichen Qualifikation der Arbeitnehmer. Aus bildungsökonomischer Sicht sind steigende Bildungsinvestitionen dringend erforderlich. Anzusetzen ist u.a. bei einer intensiveren Förderung von Kindern aus bildungsfernen Schichten, bei einer stärkeren Integration von Migrantenkindern durch Besuch des Kindergartens, der mit deutlich besseren späteren Bildungsergebnissen verbunden ist, einer besseren Ausstattung der Infrastruktur, mehr Autononie der Schulen und mehr Wettbewerb zwischen den Schulen. Im Bereich der beruflichen Bildung wird eine Ausbildungsplatzabgabe abgelehnt als Maßnahme zur Schaffung von Ausbildungsplätzen. Im universitären Umfeld zeigt die Flexibilität des Bachelor/Master-Systems aus Renditegesichtspunkten klare Vorteile gegenüber dem Diplom-System. Mit Studiengebühren können positive Anreize für ein zügiges Studium gesetzt werden, was die Bildungsrendite erhöht. Mit dem Bachelor/Master-System wird berufsbegleitende tertiäre Weiterbildung an Hochschulen möglich, die auch bei höherem Alter mit hinreichend hohen Renditen verbunden ist. (BIBB-Doku)