Gestiegene berufliche Mobilität geprägt von Frauen und Jüngeren : erfolgreiche Arbeitssuche durch private Initiative

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Der Beitrag untersucht die Dynamik beruflicher Veränderungen vor dem Hintergrund der Entwicklung am Arbeitsmarkt in den letzten zehn Jahren. Unter beruflichen Veränderungen werden inner- und zwischenbetriebliche Stellenwechsel mit und ohne Unterbrechung sowie die Neuaufnahme einer Erwerbsarbeit verstanden. Im Fokus der Studie stehen Erwerbstätige in West- und Ostdeutschland, die zwölf Monate vor den Befragungszeitpunkten im Frühjahr 1992, 1997 und 2002 eine berufliche Veränderung vollzogen oder eine Stelle neu aufgenommen haben. Dargestellt werden auch die Art der Stellensuche, die Informationsquellen, über die die neue Stelle gefunden wurde, sowie die Beurteilungen der neuen Stelle im Vergleich zur alten. Datengrundlage für die Analysen bildet Sozio-oekonomische Panel (SOEP). Die Untersuchung hat gezeigt, daß von 1992 bis 2002 die berufliche Mobilität deutlich gestiegen ist, was als Indikator für die Flexibilität des Arbeitsmarktes gedeutet werden kann. Bei einer insgesamt sinkenden Erwerbstätigenzahl geht diese Dynamik vor allem auf Frauen und Jüngere zurück. Während die Erwerbsorientierung der Frauen gestiegen ist, zogen sich Männer vielfach vorzeitig vom Arbeitsmarkt zurück und nahmen arbeitsmarktpolitische Maßnahmen in Anspruch. Der Anteil befristet Beschäftigter nimmt in großem Umfang bei den Jüngeren auf dem Arbeitsmarkt zu. Für eine erfolgreiche Stellensuche spielte die Vermittlung über das Arbeitsamt eine vergleichsweise geringe Rolle; der Erfolg der Stellensuche kam eher durch Eigeninitiative zustande. (BIBB2)

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