Der Stellenwert des Berufskonzepts im Wandel der beruflichen Bildung : 45. Studiengespräch des IW Köln, 10.-12. Mai 1999
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Köln
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Abstract
Der Verfasser erwartet, dass die Internationalisierung und Globalisierung der Arbeitsmärkte und die Europäisierung der Berufsbildungspolitik mit der Entwertung des Berufskonzepts durch die Transparenz-Entschliessung des Rates der Europäischen Union vom 15. Juli 1996 das Konstrukt "Beruflichkeit" für viele Berufsbereiche relativieren werden, nicht jedoch für die meisten handwerklichen Berufe und auch nicht für viele akademische Berufe. Die These von der Bildungsfunktion des Berufes lehnt er ab. Er verortet Bildung im Rahmen beruflicher Qualifizierungsprozesse weniger im Kontext der Kategorie Beruf, sondern stärker im Kontext von Arbeit. Das bedeute jedoch nicht, dass der Bildungsauftrag sich auf die Funktion, die betriebliche Berufsausbildung im Sinne der Wirtschaft zu optimieren, reduzieren lassen dürfe. Der Verfasser fordert eine neuakzentuierte berufliche Bildung, die auf den unter Bildungsaspekten für ihn verstaubten Berufsbegriff verzichtet, den Berufsbegriff jedoch im Sinne einer Handelsbezeichnung für Qualifikationsbündel auf dem Arbeitsmarkt weiterverwendet. Er weist darauf hin, dass in der Ordnungspolitik die Chiffre "Ausbildungsberuf" angesichts zunehmender Differenzierungs- und Flexibilisierungsstragien in jüngster Zeit nicht mehr für ein einheitliches Konzept stehe. Zudem verstärkten die Modularisierungsstategien diesen Trend. (BIBB2)