Rhetorische Präsenz - faktische Marginalität : zur Situation von Wissenschaftlerinnen in Zeiten der Frauenförderung
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101087
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Abstract
Die Autorin zieht Bilanz nach 10 Jahren Frauenförderungsdebatte im Hochschulbereich. Ihr Befund ist, dass sich dort, "wo es um Einfluss und Prestige in der Institution Universität, um Zugang zu materiellen Ressourcen und nicht zuletzt um die vielbegehrten Dauerstellen geht", so gut wie gar nichts geändert hat und dass sich auch nichts ändern wird, weil die ganze Richtung bei den Frauenfördermassnahmen nicht stimmt. Die Strategie der Erleichterung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie verstärkt eher noch die Zuschreibung, dass Frauen durch Familienpflichten quasi behindert sind. Die Strategie der Qualifizierung von Frauen suggeriert, dass sie hier Defizite hatten, was nicht der Fall ist. Ein historischer Rückblick zeigt, dass es gilt, die Prozesse sozialer Schliessung bei akademischen Berufen mit hohem Berufsprestige die auch heute noch z.B. bei den Qualifikationsverfahren ablaufen, zu überwinden. (IAB)