Myths and realities of academic labor markets
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Abstract
Der Beitrag berichtet über eine Studie, in der 4481 Mitglieder des Lehrpersonals an Hochschulen in den USA mit dem Zweck untersucht wurden, ein Erklärungsmodell für akademische Entlohnung zu liefern. Die herkömmliche Ansicht über Professorengehälter unterstellt Marktsegmentation: Einrichtungen mit dem Schwerpunkt Lehre vergüten Lehrproduktivitäf, forschungsbetonte Universitäten vergüten die wissenschaftliche Produktivität. Eine andere Lehrmeinung geht von einem einzigen nationalen Markt aus, auf dem der gleiche Typ des wissenschaftlichen Verhaltens von verschiedenen Hochschularten unterschiedlich bewertet wird. Diese Sicht deckt sich mit Ergebnisen soziologischer Forschung, welche der Bezahlung eine Verstärkungsfunktion für dominierende kulturelle Normen zuschreibt: dem Prestigewert wissenschaftlicher Forschung und Publikationstätigkeit. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass zwar eine gewisse Marktsegmentation existiert, gleichwohl die Grenzlinie nicht den beschriebenen Unterschieden zwischen den Aufgabenprofilen entsprechen. (IAB2)