Berufliche Umweltbildung - Umweltgerechte Berufspraxis. Grundlagen für eine theoretische Konzeption
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109927
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Bundesinstitut für Berufsbildung
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Berlin; Bonn
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Abstract
Da nahezu jede Berufsausübung ein Potential für die Schädigung der Umwelt in sich birgt, haben deshalb umweltbezogene berufliche Qualifikationen wesentliche Bedeutung für eine umweltverträgliche Entwicklung jeder Industriegesellschaft. Aus diesem Grunde standen Fragen zur beruflichen Umweltbildung bei der Untersuchung im Vordergrund. In der vorliegenden Arbeit sind die vorhandenene Literatur zum Umweltlernen, die berufspädagogischen Veröffentlichungen, aktuelle Forschungsergebnisse aus der Umweltpädagogik und -soziologie sowie aus der Organisationsentwicklung und Humanisierung der Arbeit aufgearbeitet, ausgewertet und daraus abgeleitet, die unterschiedlichen Aspekte und Ansätze zusammengeführt worden. Die Studie enthält mithin wesentliche Aussagen zur Umweltbildung im Betrieb im Rahmen des dualen Systems. "Die Studie enthält wesentliche Aussagen zur Umweltbildung im Betrieb im Rahmen des dualen Systems. Dem Betrieb als Lernort kommt nur wegen seiner faktischen Dominanz im dualen System eine besondere Bedeutung zu. Die betriebliche Berufsausbildung mit ihrer Einbettung in das Beschäftigungssystem bietet günstige Voraussetzungen dafür, dass Qualifikationen für den Umweltschutz als Lerninhalte unmittelbar in die Ausbildung der Jugendlichen Eingang finden können. Beim Lernen am Arbeitsplatz bestehen die Chancen, umweltrelevante Einsichten und Verhaltensweisen zu fördern. Dort wird in besonderer Weise das Spannungsverhältnis zwischen Ökonomie (Ausübung eines Berufs, Beschäftigung und Wirtschaftlichkeitserwägungen) und Ökologie (Wahrung der natürlichen Lebensgrundlage) deutlich. Als Fazit wird festgehalten, dass Arbeit selbst als (ökologischer) Lernprozess organisiert werden kann. Des weiteren wird die aktive Beteiligung am Betriebsgeschehen als eine der Voraussetzungen für weitere Lernprozesse herausgestellt; umgekehrt sind entsprechende Qualifikationen erforderlich, um Partizipationschancen wahrzunehmen." (Autorenreferat)