Die Arbeitsgesellschaft verliert ihre Kinder : Brüche am Übergang Schule/Beruf in Japan
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163521
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Bonn
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Abstract
"Japan war viele Jahre bekannt dafür, dass der Übergang von der Schule in den Beruf besonders glatt gelingt. Doch hat die Wirtschaftskrise am Arbeitsmarkt tiefe Risse hinterlassen. Die Bruchstellen - neue Formen von Arbeit, wachsende Jugendarbeitslosigkeit und japanische Formen des Dropouts - standen im Mittelpunkt einer Studienreise der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland (IJAB). Die Fachkräftequalifizierung ist in Japan bislang stark an die Beschäftigung in einem Unternehmen gekoppelt gewesen. Seit einigen Jahren wächst der Erfolgsdruck für die Jugend, da die begehrten Arbeitsplätze in japanischen Großbetrieben nur noch für ein Drittel der Beschäftigten zur Verfügung stehen. Immer mehr jungen Menschen gelingt der Einstieg auf diese Weise nicht, andere Formen von Beschäftigung sind schlechter angesehen. Befristete Beschäftigungen, Teilzeitarbeit und Zeitarbeit gewährleisten zudem selten berufsrelevante Qualifizierungen. Prekäre Arbeit und Jugendarbeitslosigkeit fordern die japanischen Bildungsverantwortlichen derzeit heraus, die eigenen Systeme zu überdenken." (Autorenreferat; BIBB-Doku)