Alternde Gesellschaft in Deutschland und ihre Rückwirkungen auf das Erwerbspersonenpotenzial und die Belegschaften in den Unternehmen : Fachkongress "Kompetenz, Dienstleistung, Personalentwicklung" (1998, Berlin)
item.page.bibb.id
84679
Loading...
Date
Authors
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
Berlin
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
Ausgangsthese des Beitrages ist, dass sich die Erwerbsgesellschaft nicht nur aufgrund von technischen und wirtschaftlichen Veränderungen wandelt, sondern dass sich vor allem auch die demographische Entwicklung nachhaltig auf die Arbeitswelt auswirken wird. Dabei wird die Entwicklung der zukünftigen Gesamtbevölkerung zum einen und das sich verändernde Durchschnittsalter der Erwerbspersonen eine bestimmende Rolle einnehmen. Folgende Thesen werden diskutiert: 1. Trotz allgemein erwarteter demographisch bedingter Verringerung der zukünftigen Erwerbsbevölkerung muss mit dem Fortbestehen von Unterbeschäftigung gerechnet werden. 2. Auch bei einem verhältnismässig nur geringen Anstieg des Durchschnittsalters des Erwerbspersonenpotenzials ist eine damit scheinbar verbundene Entwarnung für den Arbeitsmarkt zu relativieren. 3. Die "Stillen Reserven" des Arbeitsangebotes werden weitgehend unterschätzt. 4. Die Einstellungen zur Arbeit bzw. zum vorzeitigen Ruhestand sind in der (älteren) Generation ambivalent. Zusammenfassend hält die Autorin fest, dass der Umfang und die Altersstruktur des zukünftigen Erwerbspersonenpotenzials entscheidend von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, wie der Zuwanderungspolitik, der Integration bzw. Reintegration von Frauen in den Arbeitsmarkt und der Ausgestaltung arbeitsmarktpolitischer Instrumente abhängen wird. Für die Zukunft hält sie zwei Szenarien für denkbar: 1. Die älteren Beschäftigten werden durch die Arbeitslosen und Personen der Stillen Reserve aus dem Arbeitsmarkt verdrängt. 2. Enger werdende rechtliche Rahmenbedingungen und Finanzierungsprobleme bei der Frühverrentung erschweren die Ausgliederung von älteren Arbeitnehmern, so dass die Betriebe Strategien für die älteren Belegschaften entwickeln müssen. Die vorgestellten Ergebnisse basieren im wesentlichen auf den Ergebnissen einer Projektarbeit des Internationalen Instituts für empirische Sozialökonomie (INIFES) und dem Institut für sozialökonomische Strukturanalysen e.V. (SÖSTRA). (BIBB2)