Die berufliche Ausbildung - Kostenfaktor oder Investition in die Zukunft?
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Abstract
Ausbildungsbetriebe und Kammern betrachten die Berufsausbildung zunehmend als Kostenfaktor bzw. als betriebswirtschaftliche Grösse und fordern von den Berufsschulen, die Inhalte ihres Unterrichts an den Verwertungsinteressen der Betriebe auszurichten. Hinzu kommen Forderungen, die berufliche Ausbildung insgesamt auf ein niedriges Niveau absinken zu lassen, d.h. die Ausbildungsstandards zu senken. Der Beitrag setzt sich mit diesen Forderungen auseinander und betrachtet die curricularen Konsequenzen. Er fordert dazu auf, dieser Auffassung über die Zukunft der beruflichen Ausbildung entschieden entgegenzutreten. Es gehe nicht darum, nur auszubilden, es gehe darum, auch zu bilden. Eine nur noch auf den Produktionsprozess des Ausbildungsbetriebes zugeschnittene Vermittlung von Teilqualifikationen sei nicht darauf gerichtet, den Auszubildenden in seiner gesamten Entwicklung voranzubringen. Das didaktische Zentrum einer solchen Ausbildung sei nicht mehr der Auszubildende, sondern der betriebliche Produktionsprozess, bzw. dessen ökonomisches Verwertungsinteresse. (BIBB2)