Grundstufe Bautechnik: Individuelle Förderung berufsfachlichen Problemlösens durch das berufsbezogene Strategietraining BEST
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Abstract
Das erste Ausbildungsjahr für die nach der Stufenausbildung geordneten Berufe der Bauwirtschaft (Bereiche Hoch-, Aus- und Tiefbau) vermittelt eine berufsfeldbreite Grundbildung nach einem für alle Berufe gleichen schulischen Lehrplan. Dieser ist in sechs Lernfelder untergliedert, welche jeweils ein zentrales Themengebiet aus dem bautechnischen Berufsbereich fokussieren und somit trotz des Anspruchs, berufsübergreifende Relevanz zu besitzen, eine gewisse inhaltliche Nähe zu einzelnen Ausbildungsberufen aufweisen. Trotz des gemeinsamen curricularen Rahmens werden die Klassen in den beruflichen Schulen möglichst berufsgleich oder zumindest berufsverwandt zusammengesetzt. Der Umgang mit heterogenen Lerngruppen stellt die Lehrkräfte in der bautechnischen Grundbildung vor besondere Herausforderungen. Es gilt "Schüler und Schülerinnen - auch benachteiligte oder besonders begabte - ihren individuellen Möglichkeiten entsprechend" zu fördern und schließlich zum erfolgreichen Abschluss des ersten Lehrjahres zu führen. Ziel der im Folgenden näher vorgestellten Interventionsstudie "Verbesserung des Berufseinstiegs: Erprobung und Weiterentwicklung des berufsbezogenen Strategietrainings (BEST) für Berufsschüler*innen im ersten Ausbildungsjahr" war, die Lehrkräfte bei ihren bereits bestehenden Bemühungen im Umgang mit heterogenen Lerngruppen zu unterstützen, d. h. den Lehrenden zu helfen, den scheinbaren Widerspruch zwischen einem "berufsfachlichen Unterricht für alle" und dem Anspruch an eine "echte individuelle Förderung" aufzulösen. Hierzu waren zunächst zwei Fragen zu beantworten: (1) Welche berufsfachlichen Anforderungen bereiten den Auszubildenden im Allgemeinen Schwierigkeiten, d. h. welche konkreten berufsfachlichen Inhalte müssen im Training aufgegriffen werden? (2) Wie kann das Training methodisch konzipiert werden, damit alle Auszubildenden einer Klasse ihren individuellen berufsfachlichen Bedürfnissen entsprechend parallel gefördert werden können? (Textauszug; BIBB-Doku)