Modularisierung der Berufsausbildung in Österreich

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Mit der Berufsausbildungsgesetz-Novelle von 2006 wurde das Ziel einer Modularisierung des dualen Berufsausbildungssystems in Österreich ausdrücklich festgeschrieben, das die Flexibilisierung der Berufsausbildung, das bessere Eingehen auf Branchenbedürfnisse, die Schaffung einer zusätzlichen Zahl potenzieller neuer Lehrbetriebe sowie die Verzahnung von Erstausbildung und Weiterbildung zum Ziel hat. Im Beitrag werden das Konzept eines modularen Lehrberufes dargestellt und dessen Vorteile beschrieben. Ab 2008 werden den österreichischen Unternehmen vier Modulberufe für die Ausbildung zur Verfügung stehen: Installations- und Gebäudetechnik, Werkstofftechnik, Holztechnik und Kraftfahrzeugtechnik. Ein Modulberuf besteht jeweils aus einem Grundmodul, zumindest einem Hauptmodul und zumindest einem oder mehreren Spezialmodulen. Die modulare Ausgestaltung von Lehrberufen kann dazu beitragen, die Übersichtlichkeit des Lehrberufsangebotes zu erhöhen, indem zwei Lehrberufe mit relativ ähnlichen Inhalten zu einem neuen Modulberuf zusammengelegt werden. Sie trägt auch dazu bei, eine duale Ausbildung auch in solchen Berufsbereichen zu ermöglichen, in denen eine etwas zu 'schmal' erscheinende Basisausbildung ansonsten die Einführung eines Einzellehrberufes in Frage stellen bzw. nicht rechtfertigen würde. Durch die Bildung von 'Lehrberufsclustern' sollen neue Ausbildungsmöglichkeiten vor allem in den wachsenden Dienstleistungsbereichen geschaffen werden. Eine Zerstückelung in Einzelmodule bzw. Abschlussprüfungen auf einem gegenüber dem Fachkräfteniveau niedrigerem Level sind nicht geplant. Damit ist die Beruflichkeit der Ausbildung auf Fachkräfteniveau gewährleistet. (BIBB-Doku)

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