Die politische Ökonomie der Berufsbildung in Grossbritannien und in Deutschland
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101451
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Abstract
Der Beitrag wägt die Vor- und Nachteile des dualen Berufsbildungswesens in Deutschland gegen die sehr viel weniger geregelte Ausbildung in Grossbritannien ab. Es werden die Interessen dargelegt, die Arbeitgeber daran hindern bzw. ermutigen, eine betriebsspezifische oder aber eine allgemein anwendbare Aus- oder Fortbildung anzubieten. Verglichen werden Muster einer Interventionspolitik und wirtschaftlicher Regulierung mit denen eines Prinzips des freien Marktes, beides in parlamentarischen Systemen. Der Vergleich der britischen und der deutschen Entwicklung zeigt die unterschiedlichen Voraussetzungen beider Gesellschaften, die auch einer Übertragung des dualen Brufsbildungssystems entgegenstehen. Untersucht werden die politische Ökonomie der Berufsbildung in beiden Ländern sowie die wirtschaftlichen, rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen verdeutlicht, die zu den Unterschieden zwischen beiden System führten. Es wird gezeigt, dass das deutsche Berufsbildungssystem das Produkt eines breiten Nachkriegskonsens' ist, der als "sozial kontrollierter Wohlfahrtskapitalismus" bezeichnet wird. Demnach kann Berufsbildung nicht losgelöst von anderen Aspekten der deutschen Wirtschaft beurteilt werden. (BIBB2)