Weiterbildung - arbeitsintegriert
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Abstract
Nach Meinung der Verfasserin scheint Weiterbildung als öffentliche Aufgabe an Bedeutung zu verlieren, und das proklamierte lebenslange Lernen findet offenbar hauptsächlich innerhalb des Arbeitslebens statt - verbunden mit einem für die Beschäftigten oft erheblichen Qualifizierungsdruck. Es deuten sich jedoch branchenübergreifend bestimmte Konturen eines neuen Typs betrieblicher Weiterbildung an, die gekennzeichnet sind u.a. durch eine Zunahme arbeitsprozessübergreifender und verhaltensbezogener Themen bei gleichzeitiger Abnahme beruflicher Fachthemen, durch weniger formalisierte Weiterbildungsformen, durch eine stärkere Orientierung am betrieblichen Bedarf, durch weniger Organisation und kürzere Zeitdauer pro Lerneinheit oder durch eine sehr enge, wechselseitige Verknüpfung der Qualifizierungsmassnahmen mit betrieblichen Reorganisationsprozessen. Unter bildungspolitischen Gesichtspunkten hält die Verfasserin die Tendenz der fortschreitenden Verbetrieblichung der Weiterbildung für ambivalent, weil sie mit schwerwiegenden Konsequenzen für die Beschäftigten - und erst recht für die Nichtbeschäftigten verbunden ist. (BIBB2)