Konzepte zweijähriger Ausbildungsberufe im Spannungsfeld zwischen Bilden und Verwerten
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143541
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Abstract
Zweijährige Ausbildungsberufe sind ein Dauerthema in der bildungspolitischen Diskussion. Aktueller Anlass sind die zunehmenden Schwierigkeiten von Hauptschulabsolventen beim Versuch, in Ausbildung zu gelangen. In der Politik wird die Gefahr gesehen, dass im Zuge der Modernisierung die Ausbildungsberufe immer anspruchsvoller und damit mehr praktisch begabte Jugendliche überfordert werden. Daraus wird die Empfehlung abgeleitet, auch neue Berufe mit überwiegend praktischen Anforderungen zu entwickeln. Während Unternehmerverbände die Forderung nach zweijährigen Berufen unterstützen und mit einem betrieblichen Bedarf nach derartigen Qualifikationsprofilen begründen, stehen die Arbeitnehmer dieser Entwicklung weitgehend skeptisch gegenüber. Der Beitrag gibt eine Zusammenfassung zu den verschiedenen historischen Konzepten zweijähriger Ausbildungsberufe (Anlernberufe, Fachfertigerausbildung, Stufenberufe) und aktuellen Konzepten zweijähriger Ausbildung (Kfz-Servicemechaniker). Es wird herausgearbeitet, dass die historischen Interessengegensätze auch in modernen Konzepten ihre machtpolitische Brisanz nicht verloren haben. Darin wird auch die Begründung gesehen, warum es die pädagogischen und didaktischen Argumente schwer haben, Eingang in den Verhandlungsprozess zu finden. (BIBB-Doku)