Nationale Standards in der ökonomischen Bildung?
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"In Reaktion auf das schlechte Abschneiden deutscher Schüler in internationalen Schülerleistungstests entschieden sich die deutschen Kultusminister für die Einführung einheitlicher nationaler Standards für die sprachliche, mathematische und naturwissenschaftliche Bildung. Dies führte zu einer breiten Diskussion deutscher Berufs- und Wirtschaftspädagogen über die Formulierung von Standards auch für die ökonomische Bildung. In diesem Artikel wird jedoch der gesamte Ansatz nationaler Bildungsstandards in Frage gezogen. Auf der einen Seite werden direkte Standardisierungskosten betrachtet, die für die ökonomische Bildung höher sein können als in anderen Bildungsbereichen. Andererseits vernachlässigt die gegenwärtige Diskussion die indirekten (Opportunitäts-)Kosten eines Verzichts auf institutionellen Wettbewerb zwischen den deutschen Bundesländern. Auf der Basis eines einfachen Grenzkostenmodells werden einige Hypothesen über die relative Vorzugswürdigkeit von Standards für die ökonomische Bildung aus einer wohfahrtsökonomischen Perspektive hergeleitet. Unter Heranziehung von Überlegungen in der Theorie des Währungswettbewerbs wird argumentiert, dass ein großer Teil der volkswirtschaftlichen Standardisierungskosten durch den Übergang zu einem System des intra - oder interjurisdiktionalen Wettbewerbs von Bildungsstandards vermieden wird." (Autorenreferat, BIBB-Doku)
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