Berufliche Bildung: die europäische Perspektive

bibb.id131244
dc.contributor.authorRauner, Felix [Verfasser]
dc.date.accessioned2018-12-17T16:52:55Z
dc.date.available2018-12-17T16:52:55Z
dc.date.issued2006
dc.description.abstractDie Debatte über die Weiterentwicklung der nationalen Berufsbildungstraditionen und -systeme im Fortgang der europäischen Integration wird in erster Linie unter dem Aspekt der Qualifizierung der Beschäftigten für den intermediären Sektor geführt. Offen ist bisher, ob für die berufliche Bildung Mindestumfänge und damit berufliche Abschlüsse festgelegt werden wie bei der EU-weiten Einführung von Bachelor- und Masterstrukturen. Bei der Entscheidung dieser Frage konkurrieren zwei Berufsbildungstraditionen miteinander (die zentraleuropäische und die angelsächsische), in denen der Zusammenhang zwischen beruflicher Kompetenz- und Identitätsentwicklung unterschiedlich ausgeprägt ist. Im Beitrag werden die für die Herausbildung eines europäischen Arbeitsmarktes und eines europäischen Berufsbildungsraumes historische Verzweigungssituation skizziert und auf ihre Wirkung für die Beschäftigten und das Beschäftigungssystem abgeschätzt. Es werden Evaluationskriterien begründet, anhand derer sich die Stärken und Schwächen der miteinander konkurrierenden Berufsbildungssysteme aus subjektbezogener, ökonomischer und gesellschaftlicher Sicht abschätzen lassen: Bildungs- und Qualifizierungschancen, Karrierechancen, Beschäftigungschancen/Jugendarbeitslosigkeit, Einkommen, Kompetenzentwicklung, Facharbeitsmärkte, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, soziale Integration, Kosten-Nutzen-Relation. Ob der Stand der Berufsbildungsforschung dies zulässt und wie ggf. die Forschungslücken durch die Einbeziehung von Beispielen guter und bester nationaler Berufsbildungspraxis sowie aus dem europäischen Berufsbildungsprogramm Leonardo geschlossen werden können, wird im abschließenden Teil des Beitrages untersucht. Der Autor zieht das Fazit, dass die Evaluationskriterien dafür sprechen, dass sich Europa auf die Ausbildungstradition des alten Europas, das Apprenticeship-System, besinnen und diese Tradition an Bedingungen der modernen Ökonomie anpassen sollte. Eine berufliche Bildung, die sich auf die Entwicklung beruflicher Kompetenz und beruflicher Identität stütze, trage zur Begründung einer Berufsethik bei, ohne die das anspruchsvolle Ziel, Europa als einen prosperierenden Wirtschaftsraum zu erhalten, nicht zu erreichen sei. (BIBB-Doku)
dc.format.extentS. 127-153
dc.format.illustrationLiteraturangaben
dc.identifier.urihttps://bibb-dspace.bibb.de/handle/BIBB/748265
dc.language.isode
dc.relation.ispartofEuropäisierung Beruflicher Bildung : eine Gestaltungsaufgabe / Philipp Grollmann [Hrsg.] ; Georg Spöttl [Hrsg.] ; Felix Rauner [Hrsg.]
dc.subject.classificationS 2.3 Berufsbildungspolitik
dc.subject.classificationI 2.2 Europa
dc.subject.classificationS 1.3 Berufliche Erstausbildung
dc.subject.classificationG 1.2 Arbeitsmarkt
dc.subject.otherEU-Bildungspolitik
dc.subject.otherBerufsbildung
dc.subject.otherEuropäische Integration
dc.subject.otherBerufsbildungssystem
dc.subject.otherBeschäftigungssystem
dc.subject.otherSzenario
dc.subject.otherKompetenzentwicklung
dc.subject.otherBerufliche Identität
dc.subject.otherEuropa
dc.titleBerufliche Bildung: die europäische Perspektive
dc.typeText
dc.typeSammelbandbeitrag

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