Berufsausbildung im 21. Jahrhundert : zwischen der Vermittlung ganzheitlicher Handlungskompetenzen und der Betreuung in Warteschleifen zur Arbeitslosigkeit. Plädoyer für eine Ausbildungspflicht
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Weinheim
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Abstract
Ausgehend von der Leistungsfähigkeit und der gegenwärtigen Krise der Berufsausbildung stellt der Autor Leitlinien für eine Reform des dualen Systems im beginnenden 21. Jahrhundert zur Diskussion. Die Reform erfordert den Ausbau eines eigenständigen Berufsbildungssystems und die Einführung einer Ausbildungspflicht, um die Herausbildung ganzheitlicher Handlungskompetenz aller Erwerbspersonen zu erreichen. Für die Reform reicht es nicht aus, einzelne Rahmenbedingungen zu verändern. Nach Auffassung des Autors ist zur Vorbereitung grundlegender bildungspolitischer Entscheidungen die Einberufung eines "Bildungsrates" notwendig. Nach der Analyse verschiedener Entwicklungsaspekte der Berufsausbildung umreisst er die öffentliche Verantwortung für die berufliche Bildung, die auch einschliesst, allen jungen Menschen - sofern sie keine anderen Bildungswege einschlagen - die Möglichkeit zu geben, einen anerkannten Ausbildungsberuf zu lernen. Im zweiten Schwerpunkt seines Beitrages untersucht der Autor den Einfluss der neuen Informations- und Kommunikationstechniken auf die Berufsausbildung und die entsprechenden Auswirkungen auf ihre didaktische Gestaltung. (BIBB2)