Die Einführung der "Berufsmatura" in der Schweiz als Prüfstein einer Neuorientierung von Allgemeinbildung und Berufsbildung
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101527
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Abstract
Das schweizerische Bildungssystem ist gegenwärtig starken Reformbestrebungen ausgesetzt; unmittelbarer Anlass ist die Integration Europas, die sogenannte eurokompatible Innovationen erforderderlich macht, um auch bildungspolitisch nicht ins Abseits zu geraten. Insbesondere die Lehrerbildung, der gymnasiale Lehrplan, die in Fachhochschulen umzugestaltenden Höheren Lehranstalten und Ingenieurschulen sowie die Berufsbildung sind davon betroffen. Der Verfasser untersucht die historische Legitimation beruflicher Bildung, die durch die Einführung einer "Berufsmatura" neu herausgefordert wird. Eine bildungspolitisch bedingte Neudefinition von Berechtigungen im Bildungswesen führt folglich auch zu weitreichenden curricularen Umgestaltungen, indem die Allgemeinbildung und der schulische Teil des beruflichen Bildungssystems gegenüber berufs- und betriebsbezogenem Lernen aufgewertet wird und damit die traditionelle Berufsbildung in ihrer Eigenart relativiert wird. (BIBB2)