Schulische Berufsbildung für die weibliche Jugend 1900-1938
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131107
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Abstract
"Die über den Handwerks- und Industriekorporatismus organisierte betriebliche Berufsausbildung war der weiblichen Jugend in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts weitgehend verschlossen. Im Kontext der Entstehung der Frauenerwerbstätigkeit und des Ausbaus berufsfachlicher Arbeitsmärkte für Frauen entwickelten sich deshalb schulische Berufsausbildungswege als Ersatz für die fehlende Lehre. Der Beitrag richtet den Blick auf die Institutionalisierung der schulisch organisierten Berufsbildung für die weibliche Jugend in Preußen nach 1900. Gestützt auf Ergebnisse des DFG-Forschungsprojekts "Datenhandbuch zur deutschen Bildungsgeschichte: Band IV: Das Berufsbildende Schulsystem in Deutschland 1815-1945" werden im Anschluss an eine Analyse des Entwicklungsstands des beruflichen Mädchenschulwesens um die Jahrhundertwende zwei Entwicklungslinien nachgezeichnet, die den weiteren Ausbau- und Differenzierungsprozess des beruflichen Schulangebots für die weibliche Jugend prägten: die Ausdifferenzierung von Handelsschulen und die Herausbildung eines eigenständigen haushaltungsschulischen Ausbildungsangebots. Dabei wird deutlich, dass ohne diese beiden Entwicklungsprozesse die Geschichte des vollzeitschulischen Berufsausbildungssystems, des Berufsfachschulsystems, nicht zu verstehen ist." (Autorenreferat, BIBB-Doku)