Berufsausbildung benachteiligter Jugendlicher: Vorbereitung auf ein Leben in Prekarität?
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152191
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Abstract
Der Beitrag geht der Frage nach, welche Funktion die Berufsausbildung für benachteiligte Jugendliche aufgrund vorhersehbarer prekärer Beschäftigungsmöglichkeiten hat. Ausgangsthese ist, dass Integrationsförderung berufsbiographische Gestaltungskompetenz vermitteln sollte, um die Identitätsentwicklung der betroffenen Jugendlichen zu stärken und auf ein Leben am Rande des Beschäftigungssystems vorzubereiten. Die Autoren setzen sich mit dieser These auseinander: Sie diskutieren die Frage, ob die Annahme gerechtfertigt sei, dass Prekarität mit hoher Wahrscheinlichkeit für eine Vielzahl von Benachteiligten die Lebensperspektive sein wird. Am Beispiel von Maßnahmen, die in den 30er Jahren zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ergriffen wurden, gehen sie der Frage nach, welche didaktischen Möglichkeiten vorhanden sind, Jugendliche auf ein Leben am Rande oder gar außerhalb des Beschäftigungssystems vorzubereiten. Als Resümee halten sie fest, dass der fehlende Bezug der Jugendlichen zu einer sinnstiftenden Aufgabe und die krisenhafte Situation mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine Identitätskrise führen. Hier sehen sie die Aufgabe der Benachteiligtenförderung, die Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer Krise zu unterstützen. Die Autoren plädieren deshalb dafür, die Perspektive Berufsausbildung für Benachteiligte im Hinblick auf die Identitätsentwicklung der betroffenen Jugendlichen zu stärken. (BIBB-Doku)