Die Auswirkungen der Doppelbelastung durch Familie und Beruf auf das Krankheitsrisiko von Frauen
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Abstract
Der Aufsatz untersucht den Einfluss der Doppelbelastung auf das Krankheitsrisiko von Frauen aus der Lebensverlaufsperspektive. Auf der Grundlage einer Längsschnittanalyse (Lebensverlaufsstudie des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und des Sonderforschungsbereichs 3 der Universitäten Mannheim und Frankfurt am Main) wird zunächst gezeigt, dass eine Erwerbstätigkeit grundsätzlich positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Frauen hat. Darüber hinaus wirkt sich auch die Lebensform der Ehe positiv auf die Gesundheit von Frauen aus. Allerdings vermindert die gleichzeitige Doppelbelastung durch kleine Kinder und Erwerbstätigkeit die Gesundheit der Frauen fast ebenso stark, wie die Erwerbstätigkeit per se die Gesundheit fördert. Dies wird auf die wenig abgestimmten sozialen Strukturen von Familien- und Beschäftigungssystem zurückgeführt (fehlende Kinderbetreuungsplätze, unflexible Arbeitszeiten ect.), die zu (Zeit-)Konflikten führen und das Risiko einer gesundheitlichen Überlastung erhöhen. Falls diese Frauen darüber hinaus noch als Arbeiterinnen beschäftigt sind, kann der negative Gesamteffekt einer Erwerbstätigkeit wegen der in diesen Tätigkeiten vorherrschenden schlechteren Arbeitsbedingungen sogar überwiegen. (BIBB2)