Dilettantismus als Dispositiv - Zur disziplinären Entwicklung historischer Berufsbildungsforschung
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185769
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Abstract
"Der Schweizer Berufsbildungsforschers Philipp vergegenwärtigt in seinem Beitrag die wiederkehrenden Zweifel der historischen Berufsbildungsforschung im Hinblick auf ihre eigene Elaboriertheit und arbeitet zugleich heraus, dass dieses Forschungsfeld der Berufs- und Wirtschaftspädagogik (BWP) inzwischen auf drei Generationen von Forschenden zurückschauen kann, die mittlerweile auch ein beachtliches Oeuvre geschaffen haben. Dass historische Forschung im Kontext einer spezifischen Wissenschaftsdisziplin immer auch ein Schattendasein gemessen an den dortigen anderen Forschungsfeldern führt, ist fast zwangsläufig der Fall und führt auch in der Erziehungswissenschaft zu ähnlichen Empfindungen von Marginalisierung. Da es im Fall der BWP auch keine Forschenden gibt, die sich ausschließlich der historischen Betrachtung und Forschung widmen (können), bedarf es des Mutes zum Dilettantismus. "Der Dilettant eröffnet nicht nur für sich selbst, sondern ebenso für sein unmittelbares und gesellschaftliches Umfeld, Freiheiten." Dilettantismus wird hier also nicht als Schaffung von Werken minderer Qualität verstanden, sondern als Bereitschaft, sich im Zeitalter des Spezialistentums breiter aufzustellen; als Mittel der Wahl, wenn denn disziplinspezifische Aufarbeitungen eine Möglichkeit zur historischen Reflexion zur Verfügung stellen sollen. Dass die historische Aufarbeitung notwendig für die Formierung einer Disziplin ist, steht dabei außer Frage." (Hrsg.; BIBB-Doku)