Akademischer Kapitalismus : zur politischen Ökonomie der Hochschulreform
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154025
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Suhrkamp
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Berlin
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Abstract
"Investitionen in die Forschung werden im Kontext des entstehenden akademischen Kapitalismus nach dem Maßstab kurzfristiger Nutzenerwartungen getätigt. Die Konsequenz dieser Politik ist die Überinvestition in aktuell gewinnträchtige Forschung, die Überforderung von im Trend liegenden Themen und die Unterinvestition in risikoreiche Forschung außerhalb großer Verbände, außerhalb des Mainstreams, gegen Modetrends und abseits der angewandten Forschung. Damit schrumpft das Innovationspotenzial der Wissenschaft." (Verlag, BIBB-Doku) "Der Bildungsstreik und die Hörsaalbesetzungen im Jahr 2009 haben gezeigt, daß der Widerstand gegen Studiengebühren und die Bologna-Reform sich immer weiter aufheizt. Die Studierenden klagen über zunehmenden Streß, maßgebliche Ziele der Reform wurden verfehlt. Richard Münch, einer der renommiertesten Kritiker dieser Entwicklung, untersucht in seiner brisanten neuen Studie die Kräfte hinter dem neuen akademischen Kapitalismus. Er legt dar, wie sich die Hochschulen unter dem Einfluß von Beratungsfirmen in Unternehmen verwandeln und wie kurzfristige Nutzenerwartungen das Innovationspotential der Forschung untergraben."