Optimieren - nicht reformieren
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Abstract
Anlässlich eines internationalen Forschungsprojekts zur Bildungsreform wurden Experten in der Schweiz nach ihrer bildungspolitischen Sicht der Entwicklung der Berufsbildung befragt. Es wurden Aussagen zum Reformbedarf in der beruflichen Bildung, zur Internationalität des Bildungsdiskurses und zu den jüngsten Reformen erhoben. Die Expertenmeinungen werden in Form von Thesen zusammengefasst. Fazit: Ein Reformbedarf für die Berufsbildung ist allgemein anerkannt und unbestritten. Reformanlässe sind die Europafähigkeit des Bildungswesens, internationale Evaluationen (OECD-Bericht zur Bildungspolitik der Schweiz), die Diskussion um neue Lehrformen, die sinkenden Lehrlingszahlen. Jedoch ist die bildungspolitische Grundhaltung der Schweiz durch ein Bedürfnis nach Stabilität und Kontinuität gekennzeichnet, auch im Berufsbildungsbereich. Die Zufriedenheit mit den Strukturen ist insgesamt sehr hoch. Reformen sollen daher das Bestehende optimieren und nicht radikal in Frage stellen. (BIBB)