2.3.309 - Implikationen non-formaler wissenschaftlicher Weiterbildung für die Fort- und Weiterbildung beruflich qualifizierter Fachkräfte. Eine explorative Untersuchung am Beispiel der Ingenieurwissenschaften Entwicklungsprojekt: Abschlussbericht; Laufzeit IV/21 bis I/24

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Bonn

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Abstract

"Gegenwärtig lassen sich tiefgreifende gesamtgesellschaftliche und wirtschaftliche Transformationsprozesse beobachten, die maßgeblich durch vier, nahezu zeitgleiche disruptive Entwicklungstendenzen (Digitalisierung, Dekarbonisierung, demografischer Wandel und De-Globalisierung, vgl. DEMARY u.a. 2021) initiiert und befördert wurden und werden. Damit einher geht ein rasanter technologischer Wandel, dem aus bildungspolitischer Sicht mit lebenslangem Lernen und Weiterbildung (z.B. RAT DER EUROPÄISCHEN KOMMISSION 2020; BUNDESMINISTERIUM FÜR ARBEIT UND SOZIALES /BUNDESMINISTERIUM FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG (BMAS/BMBF) 2022) Rechnung getragen werden muss. Weiterbildung als dritte Kernaufgabe von Hochschulen (vgl. Hochschulrahmengesetz (HRG), Abs. 2 Satz 1) wird gegenwärtig zunehmend auch selbst zum Gegenstand von Hochschulforschung (vgl. JÜTTE/KONDRATJUK/SCHULZE 2020, S. 12). Diese thematisiert bislang jedoch vorrangig wissenschaftliche Weiterbildung in Form von weiterbildenden Master- (MA-) oder Bachelor- (BA-)Studiengängen, wohingegen zu wissenschaftlicher Weiterbildung, die nicht mit einem anerkannten akademischen Grad abschließt, kaum Untersuchungen vorliegen (vgl. NICKEL/THIELE 2020; REUM/NICKEL/SCHRAND 2020). Jedoch gewinnen diese Weiterbildungsangebote gegenwärtig offenbar zunehmend an Bedeutung: So wurde bspw. im Bund-Länder-Wettbewerb: „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ im Laufe des Förderzeitraums (2011-2020) zuletzt ein deutlicher Anstieg dieser Angebote beobachtet, die vorrangig beruflich Qualifizierte adressierten (vgl. NICKEL/THIELE 2020; REUM/NICKEL/SCHRAND 2020). Vor diesem Hintergrund hatte das Projekt den Charakter einer explorativen Voruntersuchung und wurden primär qualitative Methoden der Sozialforschung eingesetzt (insb. Dokumentenanalysen, Literaturrecherchen und teilstandardisierte, leitfadengestützte explorative Experteninterviews mit hochschulischen Akteuren auf unterschiedlichen Funktions- und Hierarchieebenen). Am Beispiel ausgewählter wissenschaftlicher Weiterbildungsangebote, die im Projektkontext als „non-formale ingenieurwissenschaftliche Weiterbildung“ definiert sind, erfolgte auf Basis der Experteninterviews eine Rekonstruktion hochschulischer Sichtweisen zu Rahmenbedingungen und Perspektiven für die entsprechenden Angebote. Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse ermöglichen somit Einblicke in ein perspektivisch vermutlich quantitativ zunehmendes, hochschulisches Handlungsfeld, das – angesichts der großen Bedeutung von Fachkräftequalifizierung und lebenslangem Lernen im Zuge der gesellschaftlichen Transformationsprozesse (z.B. MAIER u.a. 2022; BUNDESMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT UND KLIMASCHUTZ (BMWK) 2022) – auch für die Berufsbildung(-sforschung) an Relevanz gewinnen könnte."

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