Die Anwendung empirisch-pädagogischer Erkenntnisse zum Lernen mit Lösungsbeispielen im kaufmännischen Berufsschulunterricht: eine sequentielle, dialektische Forschungsstrategie zur Überwindung des Theorie-Praxis- Problems
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Abstract
Das Theorie-Praxis-Problem der empirischen Pädagogik manifestiert sich darin, dass der Erkenntnisfortschritt der Disziplin sich nicht in ausreichendem Masse ausserhalb des wissenschaftlichen Kontextes niederschlägt. Situierte Forschungsstrategien stellen einen Ansatz dar, das Transferproblem der pädagogischen Forschung zu überwinden, weisen jedoch methodische Probleme auf. Die Autoren schlagen eine sequentielle, dialektische Forschungsstrategie vor, die sich durch Interdisziplinarität und eine theoretisch wie methodisch paradigmenübergreifende Orientierung auszeichnet. Das dialektische Vorgehen, das dieser Strategie zugrunde liegt, hat sich in einem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Wissenserwerb im Bereich der Ökonomie bewährt. Im Rahmen des DFG-Schwerpunktes "Lehr- Lernprozesse in der kaufmännischen Erstausbildung" werden seit fünf Jahren Probleme der Wissensanwendung und des Transfers bei Berufsschülern untersucht, deren Ergebnisse und Erfahrungen für die Praktikabilität und Effektivität dieser Forschungsstrategie sprechen. (BIBB)