Institutionelle Mechanismen der (Re-)Produktion von Ausbildungslosigkeit
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160302
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Abstract
Der Beitrag analysiert Einstiegsprozesse Jugendlicher in die Berufsausbildung aus institutionelle Perspektive und nimmt dabei besonders die Optionen von ausbildungsbereiten Jugendlichen in den Blick, die trotz vorhandener Eignung keinen betrieblichen Ausbildungsplatz erhalten. Am Beispiel der alternativen Verbleibsmöglichkeiten dieser Jugendlichen wird gezeigt, dass sich die Verhältnisse in Deutschland keineswegs einheitlich darstellen und auch eine Teilerklärung für die schlechteren Ausbildungschancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund liefern. Während in Ostdeutschland die Chance des Übergangs in eine vollqualifizierende Ausbildung aufgrund der nach der Wiedervereinigung geschaffenen außerbetrieblichen Berufsausbildungsstellen höher ist, werden geeignete Bewerber in Westdeutschland häufig in teilqualifizierende Ausbildungen umgelenkt, die oft in Ausbildungslosigkeit enden. Dieser unterschiedliche Umgang mit ausbildungsbereiten Bewerbern führt zu einer institutionellen Diskriminierung, von der insbesondere Jugendliche mit türkischen, kurdischem oder arabischem Hintergrund betroffen sind, die überwiegend dort leben, wo es für erfolglose Lehrstellenbewerber wenig vollqualifizierende Ersatzangebote gibt. (BIBB-Doku)