Berufliche Weiterbildung als freier Markt? : Regulationsanforderungen der beruflichen Weiterbildung in der Diskussion
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Ed. Sigma
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Berlin
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Abstract
Als in den 70er Jahren bildungspolitische Innovationsansätze wegen administrativer und finanzieller Restriktionen nicht durchgesetzt werden konnten, setzte sich ein durch die staatliche Bildungspolitik begleitetes Ordnungskonzept durch, das auf marktwirtschaftliche Elemente in der beruflichen Weiterbildung setzte und die Handlungsebene des Staates auf das Prinzip der Subsidiarität beschränkte. Trotz zunehmender Weiterbildungsbeteiligung zum Zwecke der Erhöhung des allgemeinen Qualifikationsniveaus sind dennoch individuelle, institutionelle, bildungsgangbezogene oder curriculare Zugangsbarrieren zur beruflichen Weiterbildung kaum abgebaut worden. Für bestimmte Qualifikationsbereiche und Beschäftigungsgruppen ist es sogar zum Ausschluss von beruflicher Weiterbildung gekommen. Ordnungspolitische Fragen sind deshalb oft von besonderer Relevanz, weil die berufliche Weiterbildung von vielfältigen und unübersichtlichen Regelungswerken und gesetzlichen Zuständigkeiten besonders überzogen ist. Ein Rahmengesetz, das das gesamte Weiterbildungssystem reguliert und in welchem die ordnungspolitischen Grundlagen gelegt, die Finanzierung gesichert, die Teilnahmebedingungen formuliert, Qualitätsfragen festgelegt oder die Durchlässigkeit über Zertifikate geregelt werden, gibt es noch nicht. Die Diskussion über die Notwendigkeit staatlicher Regulierung bzw. Zweckmässigkeit marktgerechter Deregulierung wird weiter geführt. Die verschiedensten Standpunkte zum diesem Problem, ergänzt durch Erfahrungen aus dem Ausland, werden in dieser Publikation dokumentiert. Die in dem Sammelband erfassten Einzelbeiträge widerspiegeln die Vielfalt der Auffassungen nach den Regulationsnotwendigkeiten der beruflichen Weiterbildung. (BIBB2)