Kompetenzentwicklung statt Bildungsziele? (Themenheft)
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Abstract
Im Zuge der Debatte über Wissensgesellschaft, lebenslanges Lernen und neue Lern- und Lehrkulturen ist Kompetenz in den Vordergrund gerückt. Seine Renaissance hängt mit aktuellen bildungsökonomischen und erwachsenenpädagogischen Zielkonflikten zusammen. Das Konzept Kompetenzentwicklung verspricht eine Verknüpfung von wirtschaftlichen und pädagogischen Massstäben, von Alltagslernen und institutionalisierter Weiterbildung, von Erfahrungswissen und wissenschaftlichem Wissen. Die Forderung nach lebenslanger Kompetenzentwicklung scheint unstrittig zu sein, doch die Beiträge machen deutlich, dass es sich keineswegs um eine rein akademische Debatte handelt, sondern um einen bildungspolitisch und didaktisch folgenreichen Diskurs. Inhalt: DOHMEN: Lebenslang lernen - und wo bleibt die Bildung? ; FAULSTICH: Verteidigung von "Bildung" gegen die Gebildeten unter ihren Verächtern; ARNOLD: Von der Bildung zur Kompetenzentwicklung; BRÖDEL: Relationierungen zur Kompetenzdebatte; TIPPELT: Qualifizierungsoffensive oder Bildungsziele?; MEUELER: Fortbildung und Subjektentwicklung; GEISSLER/ORTHEY: Kompetenz: ein Begriff für das verwertbare Ungefähre; HOF: Von der Wissensvermittlung zur Kompetenzentwicklung in der Erwachsenenbildung; KADE/SEITTER: Bildung und Umgang mit Wissen im Kontext unterschiedlicher sozialer Welten. (BIBB2)