Die Rekrutierung neuer Mitarbeiter aus Organisationsperspektive: eine komplementäre Sicht auf soziale Netzwerke im Arbeitsmarkt
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145305
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Abstract
"Eine Vielzahl von Studien zeigt, dass soziale Netzwerke/Kontakte Informationsprobleme im Arbeitsmarkt überwinden und für Jobsuchende von Vorteil sind. Jedoch liegen zur komplementären Bedeutung sozialer Netzwerke aus der Organisationsperspektive (Belegschaftsempfehlungen) nur wenige Befunde vor. Wir geben in einem ersten Schritt einen Überblick über den Forschungsstand, wobei Studien zum Rekrutierungsverhalten einzelner Organisationen im Mittelpunkt stehen. Soche Bewerberstudien haben den Vorteil, dass Informationen über relevante Organisationsmerkmale und -anforderungen sowie alle erfolgreichen und nicht erfolgreichen Bewerbungen auf jeder Stufe im Rekrutierungsprozess verfügbar sind. In einem zweiten Schritt stellen wir eine empirische Studie auf Basis des gesamten Bewerberpools (Februar bis April 2007, N=477) eines deutschen Unternehmens aus der Textilbranche (mit Onlinevertrieb) vor. Multivariate Analysen zeigen, dass sich bei Kontrolle von Humankapital Belegschaftsempfehlungen auf den einzelnen Rekrutierungsstufen auszahlen ("better match" hinsichtlich Weiterleitung der Bewerbung, Jobinterview und Jobangebot). Insgesamt wird auch das spezifische Analysepotenzial von Bewerberpoolstudien, z.B. eine Verortung von (ungewollter) Diskriminierung, sichtbar." (Autorenreferat, BIBB-Doku)