Wissenschaftliche Weiterbildung in der DDR : von der Gründung bis zur Wiedervereinigung
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Abstract
Der Beitrag zeichnet die Entwicklung der wissenschaftlichen Weiterbildung in der DDR nach, die ihren Anfang in der Gründung der "Gesellschaft" zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse nahm. 1966 in "Urania" umbenannt, erinnerte sie bewusst an die deutsche Bildungstradition. Die Urania wurde zur wichtigsten Einrichtung der wissenschaftlichen Weiterbildung und setzte vor allem die Tradition der deutschen extensiven, verbreitenden Bildungsarbeit fort. Daneben wurde an den Hoch- und Fachschulen ein differenziertes Fernstudium aufgebaut, das als "Konsultationsfernstudium" konzipiert war und neben der Berufstätigkeit auf einen Hochschulabschluss vorbereiten sollte. Geplant war, Fernstudien als postgraduale Weiterbildung vor allem in Mikroelektronik und Robotertechnik, aber auch in Fremdsprachen zu intensivieren und auf diesem Wege eine effektivere Umsetzung neuer Forschungsergebnisse in die betriebliche Praxis anzustreben. Auf der V. Hochschulkonferenz der DDR 1980 wurde die Gleichrangigkeit der Weiterbildung mit der universitären Forschung und Ausbildung festgelegt und ferner eine stärkere Berücksichtigung lernpsychologischer Erkenntnisse zum Erwachsenenalter bei der Studienorganisation gefordert. (BIBB-Doku)