Das Bildungsverständnis der Arbeitswelt : Anforderungen und Erwartungen an Schulabsolventinnen und -absolventen mit allgemeiner Hochschulreife aus der Sicht der beruflichen Bildung und der Arbeitswelt
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101536
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Abstract
In seinem Vortrag vor der Konferenz der Kultusminister in der Evangelischen Akademie Loccum (Oktober 1993) analysiert der Autor die Entwicklung des Bildungswahlverhaltens in den letzten Jahren. Dabei geht er auf Anforderungen und Erwartungen aus der Sicht der beruflichen Bildung und der Arbeitswelt ein, auf Veränderungen in Bildungsverhalten und Bildungsverständnis, auf die Qualifikationsanforderungen am Arbeitsmarkt, auf zu erwartende Ungleichgewichte und eventuell zu stärkende kompensierende Regelmechanismen, auf Folgerungen für den Maturitätskatalog, auf Auswirkungen auf die Forderung nach Gleichwertigkeit allgemeiner und beruflicher Bildung. Einige der Folgerungen für den Maturitätskatalog lauten: "Maturität kann zunehmend weniger als einmal erreichter Reifegrad mit lebenslanger Nachwirkung aufgefasst werden. Maturität ist nicht Proviant fürs Leben, eher ein definierter Einschnitt in einen lebenslangen Lernprozess. Aus der Sicht der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung lässt sich kein ökonomischer Imperativ noch Determinismus für den Maturitätskatalog ausmachen. Qualifikation soll die Fähigkeit fördern, berufliche Tätigkeit verantwortlich zu gestalten und nicht nur auszuführen. Der Strukturwandel, den es zu bewältigen gilt, verlangt aktive Gestaltung. Dazu bedarf es entsprechend gebildeter Fachkräfte auf den verschiedenen Ebenen. Die Position der Wirtschaft und damit der Entscheider über Einstellungen unterstreicht die Bedeutung der Allgemeinbildung und der Schlüsselqualifikationen in der fachlichen, der methodischen, der sozialen und in der personellen Dimension. Auf berufsbezogene Spezialisierungen im allgemeinbildenden Schulwesen legt die Wirtschaft keinen Wert. Ohne den Versuch der Vorbereitung auf bestimmte Berufe sollten gleichwohl Beruflichkeit, Arbeits- und Technikbezug in der Schule gestärkte werden." (IAB2)