Bildungsgutscheine in der Weiterbildungspolitik - Potenziale und Risiken eines nachfrageorientierten Steuerungsmodells : eine empirische Untersuchung am Beispiel des Förderinstruments Bildungsscheck NRW
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Abstract
Der Bildungsscheck NRW wurde 2006 eingeführt, um die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern durch eine höhere Weiterbildungsbeteiligung zu verbessern und hierdurch die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen zu stärken. Die Implementierung des Bildungsschecks markiert zugleich eine Umorientierung weg von der traditionellen Angebotsorientierung hin zu einer stärkeren Nachfrageorientierung. Der Beitrag analysiert die Effekte und Wirkungen der Bildungsschecks. Die bislang vorliegenden Daten zur Programmumsetzung, den erreichten Teilnehmergruppen sowie den Mitnahme- und Anschubeffekten ließen insgesamt positive Wirkungen des neuen Steuerungsinstruments vermuten. Einige der präsentierten Ergebnisse lassen indes den Schluss zu, dass von diesem Förderinstrument insbesondere diejenigen profitieren, die auf dem Arbeitsmarkt auch ohne zusätzliche Förderung bereits gut platziert sind bzw. sich auf dem Arbeitsmarkt neu orientieren. Nichtsdestotrotz könnten und sollten nachfrageorientierte Ansätze eine angebotsorientierte Förderung nicht vollständig ersetzen. (BIBB-Doku)