Berufsorientierung in der Inklusion als neue Herausforderung der Sekundarstufe 1 : eine explorative Erhebung der schulischen Rahmenbedingungen in Nordrhein-Westfalen
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Abstract
"Am Ende der Sekundarstufe I stehen die Jugendlichen vor der Herausforderung der Transition in die nachschulische Lebens- und Arbeitswelt. Wenngleich der Übergang für alle Schulabsolventen und -absolventinnen mit Unsicherheiten und Prozessen der (Neu-)Orientierung verbunden ist, stellen sich für die ,benachteiligten' Zielgruppen der Jugendlichen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf und alle weiteren mit niedrigen Qualifikationen besondere Anforderungen, die die Transition zur "Risikolebenslage" (Köck 2010, 20) macht. Die Ursachen liegen neben einer zunehmenden Ausdifferenzierung der sich bietenden (Anschluss-)Möglichkeiten in dem gleichzeitigen Anstieg der Qualifikationsanforderungen infolge des sich wandelnden Arbeitsmarktes (vgl. Köck 2010, 20). Die Vorbereitung und Begleitung des Übergangs, subsummiert unter Angeboten der Berufsorientierung, ist daher für Jugendliche mit geringen Qualifikationen, zu denen insbesondere jene mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zählen, von Bedeutung. Umgesetzt wird dieser Anspruch seit jeher in den sonderpädagogischen Bildungsgängen. Dort ist die Berufsorientierung als zentraler Unterrichtsinhalt und handlungsleitender Schwerpunkt der Sekundarstufe I verankert (vgl. Hofsäss 2007, 318). Im Regelschulkontext bestehen demgegenüber schulformspezifische Unterschiede, die sich in einer randständigen Berücksichtigung der Berufsorientierung in Schulformen mit höheren Bildungsabschlüssen widerspiegeln (vgl. Dreer 2013, 56). Die zugrundeliegende Argumentation der unterschiedlichen, schulformspezifischen Bedürfnisse der Schülerschaft ist gegenwärtig infolge der inklusiven Schulentwicklung nicht mehr vertretbar (vgl. Ministerium für Sch und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen 2016). Die zunehmende Heterogenität, bedingt durch den Ausbau der gemeinsamen Beschulung von Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf auch in der Sekundarstufe I, erfordert eine Neuausrichtung der Vorbereitung auf den Übergang. " (Textauszug ; BIBB-Doku)