Lernen im Prozess der Arbeit - zum Stand der internationalen Forschung
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Berlin
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Abstract
"Lernen im Prozess der Arbeit" ist kein neues Thema. Bereits in den 70er und 80er Jahren wurde in den englisch- und deutschsprachigen Ländern sowie Skandinavien die Beziehung zwischen Arbeit und Persönlichkeit untersucht. Im Unterschied zur damaligen Perspektive ist die Zielstellung "individuelles Lernen" explizit in das übergeordnete Ziel des organisationalen Lernens eingebettet. Der Beitrag stellt grundlegende Erkenntnisse zu einzelnen Aspekten des arbeitsimmanenten Lernens vor wie kognitive Entwicklung, soziale Kompetenz, Arbeitshaltungen sowie zum Verhältnis von Persönlichkeit und Arbeitssituation insgesamt. Zusammenfassend heisst es, dass das Verhältnis von Arbeit und Persönlichkeit heute von den Sozialwissenschaften als vielschichtige interaktive Wechselbeziehung betrachtet wird. Es wird davon ausgegangen, dass Persönlichkeit und Arbeitssituation sich gegenseitig stabilisieren und akzentuieren in ihrer Passung. Lernprozesse, die sich in der Arbeitssituation ereignen, sind als komplexes Wechselverhältnis zwischen Arbeitsaufgaben, organisationalen Bedingungen und menschlichem Handeln zu konzipieren. Abschliessend werden konkrete betriebliche Massnahmen der Unternehmen zur Förderung von Lernprozessen in der Arbeit dargestellt und aus wissenschaftlicher Sicht bewertet. (BIBB2)